Nach der Sommerpause wird die Heizung zum ersten Mal wieder eingeschaltet. Kurz darauf beginnt es in einem oder mehreren Heizkörpern zu gluckern. Das Geräusch ist zunächst leise, wird aber deutlicher, sobald der Heizkörper warm wird.
Gerade in ruhigen Räumen fällt dieses Geräusch sofort auf. Viele fragen sich, ob die Heizung richtig arbeitet.
Problem und Kontext
Wenn eine Heizung längere Zeit nicht in Betrieb war, sammelt sich häufig Luft im System. Beim erneuten Einschalten beginnt das Heizungswasser zu zirkulieren.
Dabei trifft das Wasser auf eingeschlossene Luftblasen. Es entstehen typische Gluckergeräusche.
Oft wird der Heizkörper nicht gleichmäßig warm. Der obere Bereich bleibt kühler als der untere.
Das Problem tritt besonders zu Beginn der Heizperiode auf.
Typische Alltagssituationen
Nach dem ersten kühlen Herbsttag wird die Heizung aktiviert. Am Abend ist ein deutliches Blubbern zu hören.
Im Obergeschoss gluckert es stärker als im Erdgeschoss.
Ein einzelner Heizkörper im Schlafzimmer bleibt teilweise kalt.
Oder mehrere Heizkörper machen gleichzeitig Geräusche, obwohl sie zuvor unauffällig waren.
Diese Situationen entstehen meist direkt nach dem Einschalten.
Warum das im Alltag stört
Gluckernde Geräusche wirken störend, besonders in Wohn- und Schlafräumen. Die Wärmeverteilung ist ungleichmäßig.
Räume benötigen länger, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.
Zudem entsteht Unsicherheit über den Zustand der Heizung.
Bleibt die Luft im System, kann sich das Problem verstärken.
Was im Alltag wirklich hilft
In den meisten Fällen hilft ein gezieltes Entlüften des betroffenen Heizkörpers. Dabei wird die eingeschlossene Luft kontrolliert abgelassen.
Mit einem Heizkörper-Entlüftungsschlüssel lässt sich das Ventil am oberen Bereich des Heizkörpers öffnen. Der Heizkörper sollte vorher vollständig aufgedreht werden.
Das Ventil wird langsam gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Zunächst entweicht Luft hörbar.
Sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, wird das Ventil wieder geschlossen.
Dieser Vorgang dauert nur wenige Minuten und kann bei Bedarf an mehreren Heizkörpern durchgeführt werden.
Worauf man achten sollte
Vor dem Entlüften sollte geprüft werden, ob der Heizkörper warm ist. Eine kurze Abkühlphase erleichtert den Vorgang.
Ein Tuch oder kleines Gefäß sollte bereitgehalten werden, um austretendes Wasser aufzufangen.
Nach dem Entlüften kann der Heizungsdruck leicht sinken. Ein Blick auf das Manometer schafft Klarheit.
Wer mehrere Heizkörper entlüftet, beginnt idealerweise im unteren Bereich des Gebäudes.
Fazit
Gluckernde Geräusche nach dem Einschalten entstehen häufig durch Luft im Heizkörper. Das Problem lässt sich meist schnell beheben.
Durch gezieltes Entlüften wird der Heizkörper wieder gleichmäßig warm. Die Geräusche verschwinden und das Heizsystem arbeitet ruhig.